Wenn die Leute hören, dass ich ein Rechtsextremer bin, dann haben sie immer dieselben dummen Fragen: «Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?» «Müssen Sie wirklich morgens den Hitlergruss vor dem Spiegel üben?» «Haben Sie Angst vor Farben, oder warum tragen Sie nur Beige und Braun?»
Ja, die Mainstream-Medien klären da einfach nicht auf! Deshalb hier ein kleiner Einblick in unser Leben – damit endlich Schluss ist mit all den Mythen.
Morgendliche Rituale des Anstands (oder so)
Der Tag beginnt früh, weil der Kampf für die Reinheit des Abendlandes keine Snooze-Taste kennt. Also raus aus dem Bett, das selbstverständlich aus deutschem Eichenholz ist – kein IKEA-Globalismus in meinem Schlafzimmer! Schnell ein Blick in den Spiegel: Jawohl, der Scheitel sitzt, der Blick ist streng, und die Gesichtsfarbe bleibt zwischen «Fleischwurst» und «ungekochte Bratwurst» – perfekte Balance!
Zum Frühstück gibt es wie immer ein hartgekochtes Ei. Das ist wichtig, denn weiche Eier sind der erste Schritt in Richtung moralischer Verwesung. Dazu Schwarzbrot, denn Weissbrot klingt schon wieder zu inklusiv. Kaffee wird nicht getrunken, denn das kommt aus Südamerika, und wir wissen alle, dass das nur eine Verschwörung ist, um uns europäische Männer zu schwächen.
Mittag: Hass ist ein Workout
Nach dem Frühstück geht’s an die Arbeit: Hass verbreitet sich nicht von allein! Also logge ich mich in meine Telegram-Gruppe ein, wo heute das grosse Brainstorming ansteht:
- Thema 1: «Wie kann man Klimaaktivisten mit Windrädern bekämpfen?»
- Thema 2: «Sind Regenbogenfarben eigentlich eine Form von Biowaffe?»
- Thema 3: «Ist Greta Thunberg eine Zeitreisende aus einer woken Zukunft?»
Gegen Mittag wird es anstrengend, denn Hass verbraucht bekanntlich viele Kalorien. Also gibt es ein zünftiges Steak – selbst gebraten, denn wahre Patrioten lassen sich nicht von Rezepten oder gar Ernährungsempfehlungen vorschreiben, was sie zu tun haben. Gemüse ist tabu, denn alles, was in der Erde wächst, könnte heimlich von Klimaaktivisten infiltriert worden sein. Man kann nie vorsichtig genug sein!
Nach dem Essen gibt’s den täglichen Sprachkurs. Wir lernen, wie man «Volksverräter» auf möglichst vielen Plattformen richtig schreibt – es ist schwieriger, als man denkt! Denn viele in unserer Szene haben mit der deutschen Sprache dieselbe innige Beziehung wie ein Toastbrot zur Badewanne: Es endet meistens unschön.
Nachmittags: Propaganda & Entspannung
Ab 14 Uhr beginnt die tägliche Fake-News-Produktion. Man muss kreativ sein! Heute in Arbeit:
- «Angela Merkel in Wahrheit eine Echse – und ihre Eier sind bereits gelegt!»
- «Deutschland unterwandert: Ist der Weihnachtsmann in Wirklichkeit Moslem?»
- «Wissenschaftler bestätigt: Wer Gender-Sprache benutzt, wird unfruchtbar!»
Danach ein bisschen Netflix – aber nur Vikings, weil wir Rechtsextremen nur Sendungen mit richtigen Werten schauen. Leider gibt es da eine Szene mit einer Frau, die sich nicht unterwirft. Sofortige 1-Stern-Bewertung und wütender Kommentar auf Facebook: «Woke Agenda zerstört unsere Geschichte!»
Abendprogramm: Der gepflegte Wahnsinn
Der Abend gehört dem Hobby. Manche von uns polieren gerne ihre Springerstiefel, andere basteln Aluhüte mit verbesserten 5G-Blockern. Ich persönlich habe mir ein Aquarium zugelegt, in dem nur heimische Fischarten erlaubt sind – Exoten aus Asien oder Afrika? Kommen mir nicht ins Glas!
Dann noch eine Runde «Call of Duty», aber mit einer Modifikation: Nur deutsche Uniformen erlaubt. Wir verlieren jedes Match, aber das ist okay – wir nennen es «ehrenhafte Niederlage».
Kurz bevor ich ins Bett gehe, ein letzter Blick in den Telegram-Chat. Jemand postet: «Ich hab gehört, dass Hitler in Argentinien lebt und mit Elvis einen Techno-Club betreibt!»
Ich schliesse die Augen und denke mir: «Morgen wird wieder ein grossartiger Tag!»
So, jetzt wisst ihr endlich, wie ein richtiger Rechtsextremer seinen Tag verbringt! Kein Geheimnis, keine dunklen Machenschaften – einfach nur ein Leben voller Wahnsinn, gepaart mit der verzweifelten Hoffnung, dass das 19. Jahrhundert irgendwann zurückkommt.




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